Knapp daneben ist auch vorbei

Wie in meinem Vorbericht geschrieben, machten meine Familie und ich uns am Samstagfrüh auf den Weg in Richtung Schluchsee, wo dieses Jahr die Deutschen Meisterschaften der Jugend und Junioren im Triathlon auf den Programm standen und damit auch das Finale des diesjährigen Deutschland Cups.

Am Samstagmittag stand nach dem gemeinsamen Abfahren des Bayern Kaders der Radrunde nicht viel auf dem Programm und somit konnte ich meine Eltern noch ein wenig anfeuern, die beim Internationalen Schwarzwald Cup (so etwas ähnliches wie bei uns die Starke Trophy :D) an den Start gingen und dort jeweils den 4ten (Mama) und den 2ten (Papa) Gesamtplatz erzielten. Glückwunsch nochmal :)

Am Nachmittag fand dann die Länderparade mit Nationalhymne für die Deutschen Meisterschaften statt und Bayern war in kompletter Tracht-montur am Start, somit haben wir schon mal den ersten Deutschen Meistertitel nach Bayern geholt :D

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem wir unsere Startunterlagen bekommen hatten, gingen wir alle noch gemeinsam essen und dann nach dem Schlafen gehen ging am nächsten Morgen alles ganz flott: Aufstehen, frühstücken, duschen, Wechselzone einchecken, einlaufen, einradeln (Was ich mit dem Rad meiner Mutter auf der Rolle machte), einschwimmen und schon stand die ganze Jugend A (15-17 Jahre) männlich als teilnehmerstärkstes Feld des Tages (72 Starter) um kurz vor 10 Uhr am Schwimmstart. Der Neoprenanzug war ab der Jugend A verboten, weil das Wasser über 21°C hatte.

Pünktlich um 10 Uhr fiel dann auch der Startschuss.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte mich mit meinen Kaderkollegen in der linken Mitte eingereiht, um eigentlich der Prügelei ein bisschen aus dem Weg zu gehen, aber ich denke das war an jeder Stelle gleich. Jedoch konnte ich mich beim Schwimmstart gut behaupten und kam einigermaßen heil davon. An der ersten Wendebolie, nach ca. 300m, zogen allerdings die Athleten die rechts gestartet sind nach innen und schon war man wieder mitten im Getümmel.

Letztendlich kam ich als 19ter aus dem Wasser, jedoch mit allen anderen "vor mir" so gut wie gleichzeitig. Außer Timo Hackenjos, der wie immer 45s schneller geschwommen ist als alle anderen und am Rad erstmal vorne weg fuhr.

Es dauerte eineinhalb Runden bis meine Gruppe und ich ihn einholten. Mein Plan war es eigentlich beim Radfahren auszureißen oder zumindest die Gruppe zu sprengen. Meine Beine spielten an dem Tag aber einfach nicht mit. Ich tat mich in der ersten Runde bergauf schon sehr schwer. In der 2ten Runde war es dann wieder etwas besser.

Mit der drittbesten Radzeit auf den bergigen 20km ging ich dann mit ca. 15 anderen auf die bergigen 2 Runden á 2,5km Laufen. Nach einem gutem Wechsel lief ich als dritter aus der Wechselzone, jedoch merkte ich schnell, dass ich an diesem Tag auch keine Laufbeine hatte. Meine 2 direkten Konkurrenten im Deutschland Cup (Lasse Lührs und Pirmin Frey) liefen gleich vorne weg und ich kämpfte dahinter mit Jannik Schaufler (Baden-Würtemberg) um das Podest.

Gott sei Dank war die Laufstrecke größten Teils im Schatten, denn die Sonne machte die 25°C zu gefühlten 35°C. Zu den schlechten Laufbeinen, kamen dann auch noch die wenigen Laufkilometer, durch eine Knieverletzung, in den 2 Wochen davor hinzu und somit konnte sich Jannik Schaufler in der 2ten Runde beim bergab Stück bis auf 12s davon machen und den dritten Platz, natürlich verdient, nach Hause laufen.

Der Sieg ging mit über 1min Vorprung vor Lasse Lührs an Pirmin Frey nach Bayern und ich musste mich mit dem undankbaren Platz 4 zufrieden geben. Was allerdings einen herausragenden 3ten Platz in der Deutschland Cup Gesamtwertung, als jüngerer Jahrgang, bedeutete. Damit kann ich mehr als zufrieden sein.

Später erfuhr ich, dass dies nicht der einzige Podestplatz sein wird, denn in der Jugend A männlich holten Pirmin, Mario Lutz und ich noch den Deutschen Mannschaftsmeister. Klasse, Jungs!!! Die Ergebnisse findet ihr hier.

Auch in der Deutschland Cup Mannschaftswertung wurden wir 2ter!

Trotz der erstmals enttäuschenden Einzelplatzierung, hat sich dann noch alles zum Guten gewendet. Und mit meiner gesamten Leistung in der Saison, die wirklich sehr konstant war und das muss man auch erst einmal schaffen, kann ich sehr, sehr zufrieden sein. Am Anfang hieß es ja eigentlich erst einmal Erfahrung sammeln, denn ich bin einer der jüngsten und es ist mein erstes Jahr auf der Sprintdistanz, aber ich bin mit den längeren Distanzen wirklich sehr gut zurecht gekommen und ich hab das Gefühl da geht auch noch einiges mehr!

Wenn mein Knie vollständig bis Samstag genesen ist, dann mach ich noch den Bayerischen Jugend Cup in Riederau als Abschlusswettkampf. Ansonsten mach ich Saisonpause und ich freu mich schon wirklich auf das nächste Jahr, wenn ich wieder älterer Jahrgang bin. Nächstes Jahr MUSS es mindestens einmal mit einem Sieg im Deutschland Cup klappen!!!!

Bis dahin
Frederic

 

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