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Welches Sackerl hätten´s denn gern ?

Gut, auch wenn es jetzt nur noch 8 Tage bis zum Start des Ostseeman sind, muss ich mich trotzdem wundern. Meine Speisekammer quillt über, ohne dass ich sehr viel einkaufen gehe.  Nein, nicht die viele, vor Harald versteckte Schokolade, braucht so viel Platz, nicht die Kisten voller Studentenfutter oder Rosinen. Es sind die vielen Wechselbeutel ! :-)

Harald und ich betreiben nun seit 24 Jahren Triathlon. Zu Beginn unserer Karriere bekam man bei nahezu jedem Wettkampf seine Startnummer in einer Plastiktüte. Diese wurde in die Wechselzone gelegt und war nach dem Rennen meistens eh kaputt, so dass man sie für diverse Einkäufe nicht mehr hernehmen konnte. Manchmal konnte man auch die Laufschuhe einfach neben das Rad stellen. Es ergab ein recht buntes Bild. Quietschbunte Triathlonklamotten, bunte Helme (noch keine Zeitfahrhelme), Fahrräder, von Marken, die heute keiner mehr kennt :-) Von gleichfarbigen Bademützen war noch keine Rede ! :-)

Nach unserem ersten Start in Roth, waren wir irre stolz auf die Jutetaschen, die wir dort bekommen hatten. Diese kamen danach fast bei jedem anderen Start zum Einsatz. Nun kam die Zeit, in der umweltfreundlich gedacht wurde. Es wurden weder Plastiküten, noch Jutesäcke, geschweige denn Sicherheitsnadeln bei der Startunterlagenausgabe mehr ausgegeben. Jeder Athlet musste sich seine Sachen selbst mitbringen. Es lagen nun die verschiedensten Beutel in den Wechselzonen. Manchmal konnte man auch die Laufschuhe einfach neben das Rad stellen, weil gar keine Beutel verlangt waren. 

Wir hatten ja unseren Jutesack aus Roth. :-)

Vor einigen Jahren aber begann die Zeit der „stylischen Wechselzonen“. Alles sollte einheitlich sein ! Gleichfarbige Wechselbeutel …..manche Firmen versuchten sogar, dass die Triathleten die gleichen Neoprens und Triathlonanzüge anhatten oder die gleichen Räder fuhren :-) (Ich erinnere mich an einen Wettkampf, als 40 % der Räder in einer Wechselzone von der Marke C…. waren ?)

Wir erhielten ab sofort bei jedem Wettkampf drei verschieden farbige Wechselbeutel. Jute war wieder zwar wieder out, aber es gab ab sofort Beutel aus anderen widerstandsfähigen Materialen !

Auch die Sache mit den Rädern gaben die verschiedensten Firmen völlig verzweifelt auf und die Veranstalter besorgten sich „Radhussen“ :-) Beim Einchecken in die Wechselzone bekam nun jeder Athlet ein Sackerl für sein Fahrrad. Es war geschafft ! Die Wechselzonen waren nun wie aus dem Ei gepellt. Nichts störte mehr das Auge ! :-)

Seit dieser Tage sammeln wir nun zu fünft unsere Sackerl. Wir verwenden sie als Schuhsackerl, damit der Koffer oder die Tasche nicht gar so stinkt.:-) Manchmal müssen sie als Neotasche herhalten, als Turnbeutel oder eben als Versteck für die Schokolade, die Harald nicht finden soll. :-) Wenn die Kinder bei einer Veranstaltung mal kein Sackerl bekommen, aber eines brauchen, dann heißt es: „Welches Sackerl hättest denn gern ?“ Meistens nehmen sie ein richtig auffälliges Sackerl. :-) Dummerweise haben genau dieses Sackerl einige weitere Schüler, da deren Eltern, wie auch 1000 andere Athleten, zufällig den gleichen Wettkampf absolviert haben, wie Harald und ich. :-)

Am letzten Wochenende waren Harald und Frederic beim Chiemseeschwimmen aktiv, einem Traditionswettkampf, bei dem man mit dem Dampfer von Ubersee auf die Fraueninsel fährt und anschließend quer durch den Chiemsee rund 4,6km zurück krault. Für Frederic war es der bisher längste Wettkampf seiner Ausdauersportkarriere und er schlug sich bravourös und verpasste nur um 8s das Stockerl der Gesamtwertung, die natürlich von Schwimmspezialisten dominiert wurde. Seine Altersklasse, bei der er als (noch) 14-jähriger zusammen mit 16- und 17-jährigen gewertet wurde gewann er natürlich überlegen. Harald nutzte den langen Schwimmwettkampf als wettkampfspezifisches Training für die 3,8km beim Ostseeman. Er begann geplant im Schwimm-GA1-Tempo, um dann auf der zweiten Hälfte der Distanz noch Tempo zu machen. Vor zwei Jahren war er beim selben Wettkampf hintenraus noch heftig überhitzt. Dieses Mal war die Krafteinteilung scheinbar gelungener, denn die Gesamtzeit war eine Minute schneller als 2010, aber die 8 Minuten Rückstand auf Frederic dokumentierten gleichwohl die mittlerweile veränderte innerfamiliären Kräfteverhältnisse zumindest in der Disziplin Schwimmen

Ergebnisse im Detail gibt es hier.

 

 

Übrigens starte ich morgen noch über eine Olympische Distanz. Liga! Vielleicht kommen noch einmal ein paar Sackerl dazu. :-) Diese stopfe ich dann in einen der drei großen Wechselbeutel, in dem sich je ca. 50 weitere befinden. :-)….und sie müssen in der Speisekammer bleiben. Immer griffbereit ! :-) Obwohl ich mir evtl. mal überlegen sollte, ob ich denn wirklich an die 150 Wechselbeutel auf einmal brauchen werde. Vielleicht finde ich doch noch einen anderen Stauraum. :-)

Wie sieht es eigentlich beim Ostseeman aus ? Gibt es welche ? Na, hoffentlich ! Nach dem Urlaub an der Ostsee, brauchen wir immerhin einige Sackerl für die Schmutzwäsche ! :-)

So, ich wünsche euch noch eine schöne Zeit !

Einige von euch sehen wir bestimmt beim Ostseeman.

Bis dann

Heike

P.S.: Übrigens sammeln wir auch Radhussen. Diese liegen schön gestapelt in der Garage. :-)

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