Gut, aber nicht gut genug

Endlich war es soweit, der erste Triathlon der Saison stand an. Nachdem ich eine Woche zuvor noch den Duathlon in Krailing aus dem Training heraus überlegen gewinnen konnte (Ergebnisse hier) und auch das Training in den letzten Wochen sehr gut verlief, war ich sehr zuversichtlich eins der noch drei verfügbaren Tickets zur Junioren Europameisterschaft in Lissabon zu ergattern. (Bilder Duathlon Krailing)

 

 

Bereits am Samstag reiste ich mit dem Bayern Kader nach Forst (BaWü), wo am Tag darauf der erste Deutschland Cup stattfinden sollte. Da ich die Strecken bereits aus dem Jahr zuvor kannte, kühlte ich mich nur kurz im 19°C warmen Heidesee ab und konzentrierte mich mehr aufs Beine hochlegen und Carboloading.

 

Dann war endlich Renntag, das Ziel war klar und ich war vor dem Start auch mehr fokussiert als nervös. Auch die Beine und Arme fühlten sich beim Einlaufen und -schwimmen frisch an.

 

Um 10 Uhr fiel dann der Startschuss für die Junioren. Neopren war erlaubt. Beim Start kam ich sehr gut weg und hatte kaum Körperkontakt. An der ersten Boje, die circa nach 200m kam, wollte ich mich sogar ins Getümmel stürzen, was für mich jetzt nicht üblich ist, jedoch hatte ich einen nervigen Konkurrenten auf meiner linken Seite, der so sehr Außenboje schwamm, dass er mich ebenfalls abdrängte. Dasselbe auch bei der nächsten Boje nach circa 500m, wobei ich das natürlich hätte verhindern können, wenn ich davor einfach über ihn drüber auf die andere Seite geschwommen wäre, aber das Blut war leider überall anders als im Kopf. Dennoch war meine Schwimmleistung ganz solide und ich stieg mit nur 15s Rückstand auf die Spitze aus dem Wasser.

 

 

Der erste Wechsel muss noch geübt werden, allerdings konnte ich auf dem Rad sofort Druck machen, so dass ich den Schwimmrückstand bereits nach 2km auf dem Rad egalisiert hatte. In der Gruppe hatte dann leider keiner Bock zu arbeiten, was ich bei den guten Läufern auch verstehe, jedoch nicht bei allen anderen, die wissen sollten, dass von hinten noch mehr gute Läufer kommen, die sie dann überlaufen. So erreichte uns die Verfolgergruppe bereits nach 5km und wir waren ein großes Pulk.

 

Wenn man in so einem Pulk einmal ans Ende kommt ist es ziemlich schwer sich wieder nach vorne zu arbeiten, da das Überfahren der Mittellinie mit einer Disqualifikation bestraft wurde. Am Ende der ersten Runde war ich leider ganz hinten und ich wusste, dass ich 10km später nicht an dieser Position sein sollte. Das schaffte ich dann auch und stieg als zweiter vom Rad.

 

 

 

Das Verteidigen der vorderen Position auf dem Rad kostete mich scheinbar mehr Körner als ich gedacht hatte, denn in der ersten der vier Laufrunden ging nichts. Wenn die EM Tickets davonlaufen schwindet auch ziemlich schnell die Motivation, so war die zweite Runde genauso schlecht. Dann konnte ich mich aber Gott sei Dank nochmal zusammen reißen und wieder einige Plätze gut machen. Besonders der letzte Kilometer war sehr gut und ich lief als sechster über die Ziellinie. Leider aber nur viertbester Deutscher und die EM Tickets gab es nur für den erst- und zweitplatzierten. Glückwunsch an Peer und Jannik! Ergebnisse gibt’s hier.

 

 

Direkt im Anschluss an das Rennen war ich ziemlich enttäuscht, einen Tag später betrachtet denke ich war es gar nicht so schlecht. Der Rückstand war noch in Ordnung, ich habe mich im Schwimmen im Vergleich zu letztem Jahr deutlich verbessert und die Laufzeit war auch besser als ich gedacht habe. Man kann auf jeden Fall darauf aufbauen und auch wenn es mit der EM nicht geklappt, bin ich motiviert für die nächsten Rennen.

 

Bis dahin

 

LG Frederic

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